Ruheengel

Marion Lucka: Ölgemälde „Ruheengel“ 60 x 70 cm (2003)

Als sie ein Kind war sah sie oft beim spazierengehen im Wald den kleine Engel, der so viel Ruhe ausstrahlte. Es war schön ihn anzusehen wie er zuerst zwischen den Baumwipfeln umherschwebte und sich dann gemütlich zwischen Bäumen und Blüten auf das Moos niederlies. Meistens sprach er ein kleines Gebet für alle Lebewese, die sich in dieser Zeit im Wald befanden. Dann verschwand er mit leisem Klang in die Tiefe des Walds.

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Stolze

Marion Lucka: Ölgemälde “ Stolze“ 60 x 80 cm (2009)

Jetzt ist sie genauso wie im wahren Leben, nur lebt sie schon lange nicht mehr unter den Lebenden. Sie wohnt jetzt in der Parallelwelt hautnah bei der letzten, trägt den Schmuck der Geister und die Feder des schwarzen Pfaus. Eigentlich könnte sie einen Blick hinüberwerfen zu denen, die gerade  im Moment denken lebendig zu sein. Sie tut es aber nicht, weil sie erhaben ist den Erlebnissen der vergangen Zeit. Hier will sie stolz eine Zeit lang in Ruhe verweilen.

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Traumfrau

Marion Lucka: Acrylgemälde “ Traumfrau“ 60 x 80 cm (1996)

Sie ist schon älter als man vermutet und kleidet sich heute weiß. Lässig steht sie in der südlichen Landschaft. Ihre Haare ähneln dem roten Rauch, der aus den Dächern der Rundhäuser auf die Sanddünen entweicht. Sie braucht keinen Rauch mehr. Sie hat es geschafft mit viel Anlauf , wegen der Energie, die man zurückbekommt. Sie tanzt leichtfüßig über Brücken und heiß- rote Treppen. Die Welt kann nur noch schöner werden.

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Fischfängerin

Sie befindet sich in einer Welt aus Wasser. In den Meeren weht nur kalte Luft. Sie hat mit ihrem spitzen Pendel im Auge einen Fisch gefangen. Er atmet rotes Wasser  aus der Mundöffnung und dem Schuppenkleid. Der Vogel in ihrem Haar ist im Wasser über der Erde verendet. Kraftlos baumelt er umher. Auch der Vogel am Hinterkopf hat sein Augenlicht verloren. Das Denken hat sich verschoben. Unten ist oben und umgekehrt.

Marion Lucka: Ölgemälde „Fischfängerin“ 70 x 70 cm (2012)

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Sonnenfreundinnen

Marion Lucka : Olgemälde “ Sonnenfreundinnen“ 60 x 80 cm (2004)

Im Licht der Sonne sind sie vereint, die Freundinnen der Sonne. Sie umarmen den braun-golden Baum, der langsam seine Blätter sanft in die leicht-rosa Landschaft fallen lässt, um die letzten Sonnenstrahlen des Sommers zu genießen und geben sich einen Sonnenkuss zum Abschied und auf ein baldiges Wiedersehen in der Wärme einer anderen Welt.

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Grüner Vogel in der Hand

Sie kommt aus der Erde, denkt immer dran, wie es wohl dort unten ist, unter der Erde, für immer, ohne das Leben, das sie gerade noch umgibt. Sie merkt es einfach nicht mehr, das Leben. Vielleicht beginnt dort ein neues, anderes, in dem nichts so ist wie es jetzt ist. Es riecht gut nach grünen Dingen, die sie anfassen kann. Selbst der grüne Vogel mag sie. Ist ja kein Wunder, weil es den ja eigentlich gar nicht gibt. Er sitzt nur bei ihr auf der Hand. Friedlich und leise. Kein Lärm, der stört. Sie sagt auch nichts, hat eine Kugel im Mund, will sie nicht verschlucken, nicht noch mehr ersticken an sich selbst. Die Sonne bescheint ihre grünen Haare. Ja, im Moment ist es schön, so halb im Licht und halb unter der Erde, aus der auch Fische herausschwimmen ins Oberlicht.

Marion Lucka: Ölgemälde “ Vogel in der Hand“ 60 x 80 cm (2017)

Es gibt immer weniger Vögel, aber sie werden grün auf meinem Ölbild und nie vergessen.

Marion Lucka (16. Juli 2017)

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Frau mit Vogelhut auf der Wiese

 

Marion Lucka: Ölgemälde “ Frau mit Vogelhut auf der Wiese“ 70 x 100 cm (6. Juni 2017)

Sie stand vor langer Zeit auf einer Wiese, zweifelnd, ob sie hier hingehört,  auf die alte, herbstliche Wiese. Wenn man alt ist, ohne Falten erscheint alles so fremd. Nur die Vögel sind die selben geblieben, so fröhlich und anhänglich. Sie bauen Nester in ihrem Hut, wollen neues Leben. Die Haare hat sie verloren, im Gras, irgentwo. Es ist ihr egal. Sie schaut abwesend und will in die Zukunft zurück. Ihr Kopf zieht die leeren Gedanken zusammen. Blaue Lippen brauchen frisches Blut. Bald schwimmt sie zurück in der Zeit.

 

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Im Juli

Marion Lucka (2. Juli 2017)

Ein neues Bild entsteht. Eine Frau schaut erstaunt von der Leinwand in den Raum.Wer es ist, weiß ich noch nicht.

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Boote und Ruhe am Blütenbaum

Marion Lucka: Ölgemälde “ Boote und Ruhe am Blütenbaum“ 70 x 100 cm (25. Juni 2017)

Marion Lucka (23. Juni 2017)

Alles ist still. Eine Frau schläft an den Wurzeln eines gelben Blütenbaumes. Die Erde ist weich. Eine grüne Kirche wächst in ihren Haaren, die sich schon mit der Landschaft verbunden haben. Für immer am Stamm eines Baumes, der zum Haus wird für die Seele zu schlafen, ist ein Traum ohne Alptraum, aber unendlich lange. Nichts belastet, sie spürt keine bösen Blicke und hat Sehnsucht nach dem einfachen Nichts. Keine verschlungenen Wege, die irgendwann zum Ziel führen. Nur ruhiges Wasser mit leeren Booten, die sie nach dem Aufwachen wegbringen könnten. Aber sie  wacht nicht mehr auf, ist schon drüben. Ruhe , Stille, Wasser, schlafen, verlassen und trotzdem bleiben, schlafen an den feucht-sandigen Wurzeln des Baumes und wiederkommen als gelbe Blüte.

 

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Trösterkatze

Marion Lucka: Die „Trösterkatze“ ensteht…(10. Juni 2017)

Marion Lucka: Ölgemälde “ Trösterkatze“ 70 x 100 cm (Juni 2017)

15. Juni 2017

Machmal ist alles traurig, Es gibt viele Gründe oder auch keinen. Aber dann kommt eine große grüne Katze und spendet Trost. Sie erscheint einfach auf der Leinwand und versteht alles ohne Worte und wird zur guten Freundin.

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