In Stille

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Marion Lucka: Ölgemälde “ In Stille“ 80 x 80 cm (2011)

„In Stille“enstand 2011. Eine Person vergräbt ihr Gesicht in ihren gealterten, dunklen Händen und schweigt. Doch schweigen ist nicht gut für die Seele, nur wenn man weiß, dass man nicht verstanden wird. Es ist ein dreigespaltenes Gesicht. Rechts eine Frau, der ein Kakteenblatt im Mund steckt. Links ein Mann mit seltsamer Gesichtsmaske, augenlos. Was ist passiert? Der Himmel scheint mit diesem Wesen verbunden zu sein. Sie trauert im Kakteenfeld ohne Blüten, in einer violetten Welt. Der Himmel läuft durch ihren Kopf. Die Wüste ist grau. Sie war zu lange dort, eigentlich eine ganzes Leben ihrer vielen, die sie durchlebt hat. Nun ist sie traurig.

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Frau mit Sommerkorb

 

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Frau mit Sommerkorb“ 60 x 80 cm (Mai 2014)

Die „Frau mit Sommerkorb“ enstand im Mai 2014. Es war anscheinend die Vorfreude auf die warme Zeit, die dieses Bild enstehen ließ. Eine Frau schaut stolz ihre Fruchternte an: Grüne Kirschen, blaue und grüne Äpfel. Dazu wachsen Blüten mit gelben Fingern. Fische schwimmen an Land, ein großer verdeckt ihr Ohr. Nicht nur der Baum ist grün, auch die Wolken am Himmel. Braun gibt es hier nicht und wird es niemals geben.

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Stillleben in Heilgrün

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Stillleben in Heilgrün“ 50 x 60 cm (11. Juni 2016)

Es muss Grün sein, jedenfalls im Moment. Einfach mal alles in dieser Farbe entstehen lassen. Es ist gut, dass es sie gibt, diese grüne Farbe. Am liebsten in einem grasgrünen Wasser tauchen, das muss wunderschön sein, auch wenn die Sonne in grün scheinen würde. Die Blumen fühlen sich wohl in der Vase, die wie ein umgekehrter, apfelfarbener Helm aussieht. Selbst die Tischdecke ist grün, auch der Himmel im Hintergrund. Hoffentlich bleibt es noch recht lange grün. Es ändert sich wieder, wenn es muss. Das ist der Lauf der Dinge und das Interessante dabei.

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Schmerz

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Schmerz“ 90 x 90 cm (1997)

Es kommt oft und war von Anfang an da. Es kommt immer wieder, urplötzlich. Normale Dinge werden plötzlich schwer, undurchsichtig, hellsichtig. Nur Bewegung schiebt es weg, das Schmerzliche. Wasser wäscht es ab, deswegen ist es da. Das Glücklichsein spürt man nicht. Man sucht es oft vergeblich. Es ist unwesentlich. Das Hohe lieber unten lassen, den Sturz vermeiden. Worüber sollte man stehen? Über das Allerhöchste? Das ist nicht das Recht der Menschen.  Und wer will schon darüberstehn? Unsere Erde wohnt weder unten noch oben.  Mit drinnen sein im Kreis, das ist es. Wenn jeder seinen gleichen Teil in den Kreis gibt, dann wird er nicht zum kranken Ei. Wir sind alle gleich. Die Zeit ist zu schade, um über den Dingen zu stehen.

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Angstbaum

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Marion Lucka: Ölgemälde „Angstbaum“ 100 x 100 cm (2007)

Und plötzlich ist es wieder da, das schlimme Gefühl, dem man sich ab und zu stellen muss und das in sämtlichen Körperzellen verankert ist. Die Angst, vererbt, erlebt, begründet oder  unbegründet. Sie kommt und geht immer seltener. Sie lähmt Hände, Füße und den Kopf. Diesen aber nur kurzzeitig. Es kommt gleichzeitig wieder ein Funke, der alles sinnvoll macht. Am „Angstbaum“ kann man nachdenken und schauen, was kommt. Alles ist miteinader verwoben. Die  Zellen sollen vergessen lernen, damit der große Plan funktioniert und man sich selber nicht im Weg steht. Aber sie ist trotzdem da…

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Gelbe Blüten

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Marion Lucka: Ölgemälde „Stillleben mit gelben Blüten“ 50 x 70 cm (Juni 2014)

Meine Stillleben entstehen aus dem jeweiligen Gefühl heraus. Dabei stelle ich mir nie etwas zum Abmalen hin. Es wird so, wie es wird. Es kann traurig sein, sogar agressiv wirken. Ich denke dabei an mein „Schreiendes Stillleben“ von 2012 (siehe Galerie-Stillleben), aber auch relativ fröhlich, wie dieses. Der Stengel ist nicht, wie gewöhnlich, am unteren Teil der gelben Blüten angewachsen, manchmal fängt er mitten in der Blüte an. Die Blütenstempel sind zuletzt dunkelblaue Sterne, die aus dem rohrförmigen Blütenkelch herausspringen. Die Vase selber hat  Ohrenhenkel und einen Tuchsockel.  Sie steht auch nicht auf einem Tisch, sondern auf einer Wiese.

 

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Grüner Tag

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Marion Lucka: Lieblingsplatz (5. Juni 2016)

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Heute war ein schöner grüner Tag! Ins Grün eintauchen ist das Beste überhaupt.

 

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Sommerkatzen

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Marion Lucka: das Ölgemälde „Sommerkatzen“ entsteht. (4. Juni 2016)

Am 2. September 2016 werde ich eine Ausstellung im Künstlerhaus Schirnding mit dem Thema „Nachsommer-Vorherbst“  eröffnen. Dazu werden noch ein paar farbenfrohe Bilder entstehen. Mein Neustes Ölbild „Sommerkatzen“ wird dazugehören. Man kann dann vielleicht eine blonde Katzenfrau und zwei weiteren Katzen in einer sommerlich-heißen Landschaft erkennen. Oder aber auch andere Dinge. Weitere Informationen unter:

Künstlerhaus Schirnding

Ihre Haare sind durch die Sonne ausgebleicht. Der Himmel erscheint glutrot. Es ist wirklich heiß hier.  Sie hat zwei Katzenfreunde getroffen, die bei Hitze eine kühle Farbe annehmen können. Sie selber ist eine Mischung zwischen Mensch und Katze. Das kann man sich hier einfach wünschen und es passiert. Die leckeren Äpfel mit den kleinen Bäumchen sind zum essen da. Am Horizont wächst eine Palme aus einem geöffneten Mund.

 

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Im kalten Feuer

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Marion Lucka: Ölgemälde „Im kalten Feuer“ 100 x 100 cm (1994)

„Im kalten Feuer“ befinden sich die Menschen in einem Zustand, der wie eine selbstgewählte Hölle sein kann. Die Hölle findet in der Seele statt. Es ist ein Ort in einem selbst. Eine Frau schlingt angstvoll ihren Arm um den kranken Mann. Er hatte wohl vorher vieles versucht, aber es ging nicht. Sie haben kleine Löcher in den Herzen. Die Atmung geht nicht mehr durch den Mund. Der Hals ist offen. Das kalte Feuer ist wie eine Krankheit, die die Menschen befällt. Kaltes Feuer tut mehr weh als warmes. Es muss so schnell wie möglich umgewandelt werden. Sonst gibt es keine Umkehr. Die Herzen erkalten immer mehr.

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Am Teich

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Marion Lucka: Ölgemälde „Am Teich“ 70 x 80 cm (1992)

„Am Teich“ enstand im Sommer 1992. Eine zweiköpfige Frau steht mitten in ihrem orangefarben Teich. Die Drei Fische im Teich bilden ein Traumgesicht, weißes Wasser atmend, welches von der Frau herbeigewünscht wird. Ein Kopf der Frau zieht an einem Sternenstrohhalm, der mit einem Wünschelrutenast verbunden ist. Es ist ihr Lieblingsplatz an der großen Palme mit den Katzenaugen. Ein Schlangenweg befeuert den energiegeladen Teich. Der Sichelmond hört mit roten Ohren dem Geschehen zu. Die Frau am Teich hat mich 1997 in gute Hände verlassen.

 

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