Juniblumen

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Marion Lucka: Ölgemälde „Juniblumen“ 110 x 150 cm (1999)

Im Juni sind die Blumen am schönsten, selbst die Sonnenblumen, die noch nicht blühen, die Dinge sind einfach da und fließen. Das war besonders im Juni 1999 so. Manchmal wechselt etwas zu etwas Schönem, der Himmel ist blau, das Herz groß und offen. Die beiden Personen sitzen im selben Sommerboot, ihre Augen sehen das Gleiche. Die gelben Blumen erscheinen wie Planeten am Himmel, die Daumen sind durch ein Bändchen verbunden. Eigentlich werden hier die  selben Farben wie beim „November1“ verwendet, nur in anderer Zusammensetzung. Jede Farbe kann je nach Form etwas anderes ausdrücken, genauso ist es umgekehrt.

 

 

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November1

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Marion Lucka: Ölgemälde „November1“ 100 x 100 cm (1989)

Oft ist es wie damals im November, selbst im Mai. Man kann auch dankbar sein oder sich wundern, welche Dinge wieder andere ergeben. Anscheinend muss alles so sein, wie es ist. Der „November“ von 1989 ist etwas wütend über Ungerechtigkeiten. Er kämpft wie ein monsterhaftes, gerötetes Pferd gegen Windmühlen. Er schlägt um sich. Die Augen sind hohl, weil nichts mehr gesehen werden will. Selbst die Flosse des Fisches wird zur schlagenden Hand und ist gar nicht friedliebend. Das Embryo in der Blase ist gealtert und zeigt der Welt die Zähne. Alles vergeht und kommt wieder, auch die Sonne hinter dem Hautvorhang. Wichtig ist, dass er entstand.

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Zweisamkeit

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Marion Lucka: Ölgemälde „Zweisamkeit“ 70 x 90 cm (1996)

Leider ist „Zweisamkeit“ nicht immer erbauend. Sie geht in Tiefen, die man nicht vermutet. Anfangs ist immer alles rosarot. Doch die Zeit verfließt und unzählige Verletzungen hinterlassen Spuren auf der Seele. Es bleibt einem selbst überlassen, ob man daran zerbricht, oder weiter existiert. Das Paar auf dem Ölgemälde ist zerbrochen, ausgelaugt, blutleer und kraftlos. Was passiert ist, weiß es nur selber. Es kann auch sein, dass es nichts weiß. Vielleicht hat es zu wenig geredet, zugehört, sich zu wenig respektiert. Hier ist jedenfalls alles zu spät. Die grauen Bäume haben sie aufgespießt. Das Paar ist tot.

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Verlorene Mutter

 

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Verlorene Mutter“ 60 x 80 cm (2016)

Das Ölbild „Verlorene Mutter“ist gerade fertiggeworden. Manche Mütter haben gar nicht die Möglichkeit bekommen eine Mutter zu sein, aus welchen Gründen auch immer. Besonders schlimm ist es ,wenn man sein Kind nicht aufwachsen sehen kann. Das Schicksal hat einen anderen Plan. Alles kann so kurz sein. Man fragt sich dann, welcher tiefere Sinn in allem was passiert steckt und warum manche Dinge so grausam sein müssen. Die junge Frau auf dem Bild hält ihr Kind fest, aber sie weiß, dass sie gehen muss. Es wurde irgentwann festgelegt. Sie trägt den Totenvogel um den Hals. Alles ist mit Liebe erfüllt, deswegen das warme Rot. Die Verbindung wird für immer bestehen bleiben.

 

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Zweiengel

 

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Marion Lucka: Ölgemälde „Zweiengel“ 60 x 70 cm (1999)

Manchmal, aber nur ganz selten kommt es vor, dass man sich zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle befindet. Manche schaffen das nur einmal im Leben. Der Rest ist nur zum Wundern, Staunen, Leiden und Lernen da. „Zweiengel“ ist ein Zustand, der immer da ist, man muss ihn nur finden.

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Sphinx

 

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Marion Lucka: Aqarell „Sphinx“ 30 x 40 cm (1984)

1984 enstand das Aquarell “ Sphinx“. Es stammt aus dieser magisch-offenen Zeit. Damals konnte man sich auch schlecht vorstellen, dass  einmal das Jahr 2000 schrieben wird. Alles Wichtige war noch soweit weg und doch hatte man schon soviel falsch angefangen, oder richtig? Wissen tut das niemand. Eigentlich weiß man ja nur, dass man nichts weiß. Auf diesem Bild kann man eine Frau sehen, die nur aus Kopf und eingerissen Hals besteht. Fast ängstlich abwesend und einbisschen ärgerlich schaut sie von einem abgehobenen, flachen Potest auf ihren Verehrer, der sie schwimmend über ein Rohr, ausgehend von einer durchscheinenden, wasserblauen Kiste erreichnen will. Körperlich hat sie sich längst von ihm abgewandt, sie hat ja gar keinen Körper mehr. Diesen hat sie so abgelehnt, dass er verschwunden ist. Alles erscheint vergeblich zu sein, für den armen Mann, der nicht mal durch das größte  Rohr passt. Aber da ihre Haare wie Wurmlöcher überall in der Landschaft herumhängen, hat er noch viele Möglichkeiten das richtige und passende  Haar-Wurmloch zu finden.

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Fischvogel

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Marion Lucka: Ölgemälde „Fischvogel“ 70 x 80 cm (2001)

Wie schön ist es ein Fischvogel zu sein. Man hat  alle Möglichkeiten und braucht nur noch Wasser und Luft. Der Fischvogel ist frei, er kann den Himmel aufreißen, dort verweilen und dann wieder eintauchen in die Tiefen des Wassers.

 

 

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Wasserblumenfrau

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Blumenfrau“ 60 x 80 cm (2006)

Die Wasserblumenfrau sitzt allein im Wasser, denn dort hält sie sich am liebsten auf. Alles Alte wird abgewaschen, es ist ruhig um sie, kein Zwang oder Geplapper. Nur das Wasser ist schön tief, so klingt auch das Gequake der Frösche, die es noch gibt. Wer hält das Giftige noch aus, auch zwischen den Menschen? Sie fragt sich, ob es damals schon so war? Die Dinge bleiben wohl immer so, wie sie irgendwann eingestellt wurden, in der großen Maschine, die noch niemand gesehen hat. Auf einem Auge ist sie blind, sonst würde sie zuviel mitkriegen. Es reicht schon, dass es so gut wie keine Blumen mehr gibt, die sie früher kannte. Aber das Wasser bringt ihr schöne Träume, auch wenn sie immer weiter weg sind. Gestern stand sie im Museum in der Ecke und hörte und sah sich die Dinge vom wahren Leben an. Niemand bemerkte sie.

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Sonniger Tag im Museum

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Marion Lucka: 7. Haus-und Hofmesse im Volkskundlichen Gerätemuseum Bergnersreuth am 22. Mai 2016

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Die 7. Haus-und Hofmesse im Volkskundllichen Gerätemuseum in Bergnersreuth war sehr schön, besonders die vielen interessanten Gespräche. Meinen Bilder und mir tat die kühle Luft im Kuhstall gut, da es draußen heuer zum ersten Mal ziemlich heiß war. Vor sechs Jahren durfte ich dort im Rahmen der Oberfränkischen Malertage an meinen Bildern arbeiten. 2011 hatte ich dort eine Einzelausstellung.(Vom Diesseits und Jenseits) Es ist ein schöner Ort mit besonderer Ausstrahlung. Ich freue mich, wenn ich dort sein kann.

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Tag im Mai

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Marion Lucka: Ölgemälde“ Tag im Mai“ 40 x 50 cm (2. Mai 1993)

Der Mai sollte immer schön sein. Im Mai kann ja gar nichts Schlimmes passieren und wenn, dann war es Zufall oder es wird einfach übersehen. Weil der Mai so schön grün ist, alles blüht, jeder mag jeden, die Vögel zwitschern… Leider kann es sein, dass man auch zu dieser Zeit das Grübeln nicht lassen kann und man eine gewisse Disharmonie spürt, Innen und Außen, dass man ab und zu, trotz der Blümendüfte, kaum noch summende Insekten hört. Ist es dann unnatürlich, wenn man ein wenig Angst bekommt? Das ungute Gefühl ist einfach da. Wenn nicht, dann gehört man zu den Superpositiven oder den Ignoranten. Natürlich ist es toll, wenn man die positive Schwingung, egal was passiert, durchhalten kann. Natürlicher Instinkt ist leider in der heutigen Zeit überflüssig geworden, stört sogar, weil Angsthasen unerwünscht sind und am liebsten betäubt werden, damit alles seinen Lauf nehmen kann. Es gibt kein Leben ohne Angst. Meistens warnt sie. Man sollte hören, was sie zu sagen hat, die Angst. Das Bild „Tag im Mai“ enstand 1993. Es war also ein Gefühl im Mai, was untypisch erscheint, weil das Grün fehlt, oder weil die verdrehte weibliche Person in einer etwas ungemütlichen Situation gezeigt wird, eine Situation, die sehr schmerzt, aber überlebt werden kann. Insofern kann man sie auch als positiv einordnen, wenn das auch unverständlich erscheint. Sie konnte sogar ihren Körper für einen Bruchteil von Sekunden verlassen und das erlebte sie als heilsam.

 

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