Sommerkatzen

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Marion Lucka: das Ölgemälde „Sommerkatzen“ entsteht. (4. Juni 2016)

Am 2. September 2016 werde ich eine Ausstellung im Künstlerhaus Schirnding mit dem Thema „Nachsommer-Vorherbst“  eröffnen. Dazu werden noch ein paar farbenfrohe Bilder entstehen. Mein Neustes Ölbild „Sommerkatzen“ wird dazugehören. Man kann dann vielleicht eine blonde Katzenfrau und zwei weiteren Katzen in einer sommerlich-heißen Landschaft erkennen. Oder aber auch andere Dinge. Weitere Informationen unter:

Künstlerhaus Schirnding

Ihre Haare sind durch die Sonne ausgebleicht. Der Himmel erscheint glutrot. Es ist wirklich heiß hier.  Sie hat zwei Katzenfreunde getroffen, die bei Hitze eine kühle Farbe annehmen können. Sie selber ist eine Mischung zwischen Mensch und Katze. Das kann man sich hier einfach wünschen und es passiert. Die leckeren Äpfel mit den kleinen Bäumchen sind zum essen da. Am Horizont wächst eine Palme aus einem geöffneten Mund.

 

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Im kalten Feuer

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Marion Lucka: Ölgemälde „Im kalten Feuer“ 100 x 100 cm (1994)

„Im kalten Feuer“ befinden sich die Menschen in einem Zustand, der wie eine selbstgewählte Hölle sein kann. Die Hölle findet in der Seele statt. Es ist ein Ort in einem selbst. Eine Frau schlingt angstvoll ihren Arm um den kranken Mann. Er hatte wohl vorher vieles versucht, aber es ging nicht. Sie haben kleine Löcher in den Herzen. Die Atmung geht nicht mehr durch den Mund. Der Hals ist offen. Das kalte Feuer ist wie eine Krankheit, die die Menschen befällt. Kaltes Feuer tut mehr weh als warmes. Es muss so schnell wie möglich umgewandelt werden. Sonst gibt es keine Umkehr. Die Herzen erkalten immer mehr.

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Am Teich

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Marion Lucka: Ölgemälde „Am Teich“ 70 x 80 cm (1992)

„Am Teich“ enstand im Sommer 1992. Eine zweiköpfige Frau steht mitten in ihrem orangefarben Teich. Die Drei Fische im Teich bilden ein Traumgesicht, weißes Wasser atmend, welches von der Frau herbeigewünscht wird. Ein Kopf der Frau zieht an einem Sternenstrohhalm, der mit einem Wünschelrutenast verbunden ist. Es ist ihr Lieblingsplatz an der großen Palme mit den Katzenaugen. Ein Schlangenweg befeuert den energiegeladen Teich. Der Sichelmond hört mit roten Ohren dem Geschehen zu. Die Frau am Teich hat mich 1997 in gute Hände verlassen.

 

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Juniblumen

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Marion Lucka: Ölgemälde „Juniblumen“ 110 x 150 cm (1999)

Im Juni sind die Blumen am schönsten, selbst die Sonnenblumen, die noch nicht blühen, die Dinge sind einfach da und fließen. Das war besonders im Juni 1999 so. Manchmal wechselt etwas zu etwas Schönem, der Himmel ist blau, das Herz groß und offen. Die beiden Personen sitzen im selben Sommerboot, ihre Augen sehen das Gleiche. Die gelben Blumen erscheinen wie Planeten am Himmel, die Daumen sind durch ein Bändchen verbunden. Eigentlich werden hier die  selben Farben wie beim „November1“ verwendet, nur in anderer Zusammensetzung. Jede Farbe kann je nach Form etwas anderes ausdrücken, genauso ist es umgekehrt.

 

 

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November1

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Marion Lucka: Ölgemälde „November1“ 100 x 100 cm (1989)

Oft ist es wie damals im November, selbst im Mai. Man kann auch dankbar sein oder sich wundern, welche Dinge wieder andere ergeben. Anscheinend muss alles so sein, wie es ist. Der „November“ von 1989 ist etwas wütend über Ungerechtigkeiten. Er kämpft wie ein monsterhaftes, gerötetes Pferd gegen Windmühlen. Er schlägt um sich. Die Augen sind hohl, weil nichts mehr gesehen werden will. Selbst die Flosse des Fisches wird zur schlagenden Hand und ist gar nicht friedliebend. Das Embryo in der Blase ist gealtert und zeigt der Welt die Zähne. Alles vergeht und kommt wieder, auch die Sonne hinter dem Hautvorhang. Wichtig ist, dass er entstand.

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Zweisamkeit

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Marion Lucka: Ölgemälde „Zweisamkeit“ 70 x 90 cm (1996)

Leider ist „Zweisamkeit“ nicht immer erbauend. Sie geht in Tiefen, die man nicht vermutet. Anfangs ist immer alles rosarot. Doch die Zeit verfließt und unzählige Verletzungen hinterlassen Spuren auf der Seele. Es bleibt einem selbst überlassen, ob man daran zerbricht, oder weiter existiert. Das Paar auf dem Ölgemälde ist zerbrochen, ausgelaugt, blutleer und kraftlos. Was passiert ist, weiß es nur selber. Es kann auch sein, dass es nichts weiß. Vielleicht hat es zu wenig geredet, zugehört, sich zu wenig respektiert. Hier ist jedenfalls alles zu spät. Die grauen Bäume haben sie aufgespießt. Das Paar ist tot.

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Verlorene Mutter

 

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Verlorene Mutter“ 60 x 80 cm (2016)

Das Ölbild „Verlorene Mutter“ist gerade fertiggeworden. Manche Mütter haben gar nicht die Möglichkeit bekommen eine Mutter zu sein, aus welchen Gründen auch immer. Besonders schlimm ist es ,wenn man sein Kind nicht aufwachsen sehen kann. Das Schicksal hat einen anderen Plan. Alles kann so kurz sein. Man fragt sich dann, welcher tiefere Sinn in allem was passiert steckt und warum manche Dinge so grausam sein müssen. Die junge Frau auf dem Bild hält ihr Kind fest, aber sie weiß, dass sie gehen muss. Es wurde irgentwann festgelegt. Sie trägt den Totenvogel um den Hals. Alles ist mit Liebe erfüllt, deswegen das warme Rot. Die Verbindung wird für immer bestehen bleiben.

 

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Zweiengel

 

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Marion Lucka: Ölgemälde „Zweiengel“ 60 x 70 cm (1999)

Manchmal, aber nur ganz selten kommt es vor, dass man sich zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle befindet. Manche schaffen das nur einmal im Leben. Der Rest ist nur zum Wundern, Staunen, Leiden und Lernen da. „Zweiengel“ ist ein Zustand, der immer da ist, man muss ihn nur finden.

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Sphinx

 

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Marion Lucka: Aqarell „Sphinx“ 30 x 40 cm (1984)

1984 enstand das Aquarell “ Sphinx“. Es stammt aus dieser magisch-offenen Zeit. Damals konnte man sich auch schlecht vorstellen, dass  einmal das Jahr 2000 schrieben wird. Alles Wichtige war noch soweit weg und doch hatte man schon soviel falsch angefangen, oder richtig? Wissen tut das niemand. Eigentlich weiß man ja nur, dass man nichts weiß. Auf diesem Bild kann man eine Frau sehen, die nur aus Kopf und eingerissen Hals besteht. Fast ängstlich abwesend und einbisschen ärgerlich schaut sie von einem abgehobenen, flachen Potest auf ihren Verehrer, der sie schwimmend über ein Rohr, ausgehend von einer durchscheinenden, wasserblauen Kiste erreichnen will. Körperlich hat sie sich längst von ihm abgewandt, sie hat ja gar keinen Körper mehr. Diesen hat sie so abgelehnt, dass er verschwunden ist. Alles erscheint vergeblich zu sein, für den armen Mann, der nicht mal durch das größte  Rohr passt. Aber da ihre Haare wie Wurmlöcher überall in der Landschaft herumhängen, hat er noch viele Möglichkeiten das richtige und passende  Haar-Wurmloch zu finden.

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Fischvogel

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Marion Lucka: Ölgemälde „Fischvogel“ 70 x 80 cm (2001)

Wie schön ist es ein Fischvogel zu sein. Man hat  alle Möglichkeiten und braucht nur noch Wasser und Luft. Der Fischvogel ist frei, er kann den Himmel aufreißen, dort verweilen und dann wieder eintauchen in die Tiefen des Wassers.

 

 

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