Rotäugige in der Nacht

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Rotäugige bei Nacht“ 60 x 80 cm (2016)

So schön bin ich, schrecklich schön! Was kann ich denn dafür, dass er in meiner Hand einschläft? Es ist Nacht, die Wolken stehen senkrecht hinter mir als Dunkelnebelmännchen am Himmel. Sie schauen ratlos. Meine Augen sind mit Rot vollgelaufen mit der Iris, senkrecht, wie bei meiner roten Nachtkatze. Na und? So was soll es geben, obwohl sich viele dabei nicht wohlfühlen. Ich sehe alles, aber nur bei Nacht.

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Danach

 

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Danach“ 50 x 70 cm (2016)

Danach kommt meistens die Ernüchterung oder gar nichts mehr. Sie muss sich gegen viele Sachen wehren. Die roten Pfeile schießen von überall her in ihre Haut, ihren Kopf. „Man muss drüberstehen“, kann man machmal hören, wenn sie das überhaupt will, „Drüberstehen“. Die Frage ist: Über was? Manche Dinge sind so unvorstellbar hoch, dass das uns Erdenmenschlein nicht zusteht das Drüberstehn. Jeder will über jedem drüberstehen – was bringt das? Auf keinen Fall ein Zusammensein. Sie denkt: Wenn sie nicht so hoch drübersteht, kann sie nicht so tief fallen und alles überleben, auch die falschen Schlangen, die um ihren Hals liegen.

 

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Kopfgekühlte

 

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Marion Lucka: Ölgemälde „Kopfgekühlte“ 70 x 100 cm (2013)

Es ist viel passiert. Sie hat sich aufgeregt und hatte verkehrte Meldungen. Aber das Kühle ist wichtig. Alles ist nicht so, wie es erscheint zu sein. Für alle Dinge gibt es abermillionen Möglichkeiten. Sie sind da, sie kann sie nur nicht alle ausleben. Vielleicht macht sie das auch und sie merkt es nur nicht, die Schichten laufen gleichzeitig ab. Sie wartet kühl und sagt niemanden etwas, von dem, was sie sieht. Dass es Blumen mit Beinen gibt oder Schmetterlinge in schwarzen Löchern, würde sowieso niemand glauben.

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Geh weg!

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Geh weg!“ 60 x 100 cm (2008)

Sie sind dreigespalten, ohne Augen. Aber sie wollen heilen. Sie befinden sich in einer Person und strahlen die Kraft aus, die nötig ist, den Schmerz zu nehmen. Er wird einfach herausgezogen, immer wieder, bis er weg ist. Über die Körper wird er ausgetrieben. Weg damit! Und komme bloß nicht wieder. Naja, wenn du willst in hundert Jahren vielleicht, da spürt man ihn in diesem Körper nicht mehr.

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Schock

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Schock“ 50 x 60 cm (2005)

Schock! Schock! Schock! Nein, sie will dich nicht hergeben. Nein, jetzt noch nicht. Aber es muss sein. Die Tür trennt sie. Ein Schreien ertönt von beiden Seiten. Sie fährt schnell weg. Alles vergessen, nur für eine halbe Stunde. Dann erscheint alles für kurze Zeit wie immer. Plötzlich ist sie überflüssig. Es ist als ob ihr das Gehirn durchwühlt wird, nach alten Gedanken, die sie nie vergessen wird, niemals. Sie sind eingebrannt, auch wenn gerührt wird darin. Da ist auch Wut, die muss raus, sonst wachsen die Fäuste am Kopf immer schneller. Die Augen sehen herausgelassen nach unten, die Haut ist weg. Was kann man alles aushalten, wenn man nur will?

 

 

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Bericht von der Ausstellung „Nachsommer-Vorherbst“ in der Frankenpost

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Bericht von Matthias Kuhn vom 5. September 2016 Öffnungszeiten Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbahrung

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Vogeltanz

 

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Marion Lucka: Ölgemälde „Vogeltanz“ 70 x 100 cm (2015)

Die Vögel tanzen um die Frau mit dem gelben Fransenkleid herum. Sie hat die Augen geschlossen und genießt das freudige Gezwitscher. Aus ihrem Körper wachsen Äste. Die Vögel werden sich nach ihrem Tanz darauf zum Ausruhen hinsetzten. Ihr Bauch trägt eine großen Vogelkopf, der nach unten schaut. Mit einer Hand hält sie die aufgehende Sonne fest. Über dem Geschehen wacht ein blauer Planet. Die Häuser haben blaue Dächer, davon trägt eins den Vollmond.

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Frau mit Schneckenhaar

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Frau mit Schneckenhaar“ 30 x 40 cm (2013)

Es ist Herbst geworden. Die blonde Frau hat sich das Haar zu einer Schnecke gebunden und sich die letzten grünen Blätter zum Schmuck hineingesteckt, auch in den Mund. Ihr Auge sieht aus wie ein Baumblatt mit Iris, die Gesichtsfarbe ist rosafarben. Sie schaut über das Meer und erinnert sich an die schönen Sommertage.

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Gelbaugenkatze

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Marion Lucka: Ölgemälde“ Gelbaugenkatze“ 30 x 30 cm (2014)

Die Gelbaugenkatze schaut süß-giftig. Sie hat sich schwarze Totenkopfzöpfe geflochten. Im Hintergrund liegt Schnee unter einem Gelbhimmel, der dieselbe Farbe wie ihre Augen hat.

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Herbstangst

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Herbstangst“ 30 x 30 cm (2014)

Die Frau hat Angst, obwohl sie von einem Engel beschützt wird. Sie war noch sehr jung. Er schwebt über ihr. Aber sie so in Angst, dass sie es nicht merkt. Ihre Augen sind zwei  hohle schwarze Schreckenslöcher. Ein Sturm kommt heraus. Der Mund ist ein senkrechter Schlitz, ihre Hände nur noch Knochen, die drücken.

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