Stillleben mit haariger Vase

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Marion Lucka: Ölgemälde „Stillleben mit haariger Vase“ 50 x 50 cm (2013)

Manchmal habe ich Lust ein Stillleben zu malen. Dabei weiß ich aber garnicht, ob es wirklich eins ist. Bei diesem Bild vom Januar 2013 malte ich Katzenköpfe als Blüten in einer behaarten Vase auf einer Katzenfelldecke. Warum  die schwarzen Tropfen aus dem imaginären Himmel laufen, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ohne diese etwas fehlen würde in meiner Vorstellung. Alles gehört für mich zur abschließenden Harmonie des Bildes dazu.Vorher mache ich mir auch keine großen Gedanken. Oft wird soviel rumüberlegt und dann doch das Falsche gemacht. Deswegen überspringe ich das einfach. Zuviel denken erscheint mir beim Malen eher hinderlich. Am Anfang hoffe ich nur auf Ausgeglichenheit und Fluss.

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Sonnenseite

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Sonnenseite“ 70 x 100 cm (2002)

Das Ölbild “ Sonnenseite“ malte ich im Januar 2002 kurz bevor ich erfuhr, dass ich schwanger war. Im Nachhinein fiel mir der Punkt im Bauch der gemalten Frau auf und ich denke, dass das Unterbewußtsein schon da von dem Beginn der anderen neuen Zeit wusste.

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Sonnenkind

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Marion Lucka: Ölgemälde „Sonnenkind“ 40 x 40 cm (2003)

Die schönste Zeit meines Lebens war die Zeit ohne Malen, weil ich eigentlich nur malen kann, wenn es mir schlecht geht, und da ging es mir so gut, dass ich garkein Bedürfnis dazu verspürte. Es war einfach weg während der Schwangerschaft und meiner Babypause. Jeden Tag  schob ich Nova mindestens eine Stunde mit dem Kinderwagen durch die Natur, auch wenn es heftig regnete oder schneite. Endlich hatte ich das Gefühl etwas sinnvolles zu machen und kam mir auch irgentwie beschützt vor. Auch Ausgrenzungen berührten mich nicht so schlimm. Niemals möchte ich diese Zeit missen. Ich dachte auch nicht, dass ich wieder anfangen würde mit dem Malen, weil ja von einer Mutter erwartet wird nun endlich doch mal „normal“ zu werden und mit der unnützen Beschäftigung aufzuhören. Aber wer kann schon von sich sagen, dass er normal ist? Meistens täuschen sich diese Leute. Ich geb`s im vornherein zu es eventuell nicht zu sein und bin wenigstens ehrlich. Dieses kleine Bildchen war der erste Versuch nach über einem Jahr Farbmischpause wieder anzufangen. Es fiel mir anfangs sogar etwas schwer. Ich hatte sogar alle Farben verräumt, wegen der Schadstoffe. Natürlich wollte ich zuerst ein Bild von meiner Tochter malen. Es wirkt zwar etwas naiv, drückt aber mein Gefühl von damals aus. Es war ein neuer Anfang , erschien sinnvoll und zum ersten mal einfacher.

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Blauverfinsterte

Marion Lucka: Ölgemälde „Blauverfinsterte“ 50 x 70 cm (2015)

Die „Blauverfinsterte“ fühlte sich im März letzten Jahres einfach nicht so gut, weil sie merkte, dass es in nächster Zeit nicht besser werden würde. Außerdem hätte jemand  ihren Gesichtsausdruck übermalen müssen. Dazu war sie zu stumm und zu kraftlos darum zu bitten. Aber sie hatte halt dieses Gefühl… Sie musste es aushalten, bis es irgentwann wieder weggeht oder sie zu Staub zerfällt. Es war ihr egal. Nur das Blau um sie herum beruhigte sie in dieser Zeit, der fischige Zustand, irgendwie lauwarm  unter Wasser und dort war sie gern. Frühling ist nicht immer nur schön…bald schwimmt sie wieder.

 

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Tunesische Stadt

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Marion Lucka: Ölgemälde „Tunesische Stadt“ 90 x 100 cm (1992)

Bevor ich 1992 mit einer Freundin nach Tunesien flog, fing ich kurz vorher mit einem neuen Ölgemälde an. Ich hatte  nur etwas „baumiges“ auf der Leinwand, ein bisschen grau und violett. Mich überfiel plötzlich die Angst, dass es nichts werden könnte. Doch nach meiner Heimkehr ging alles wie geschmiert. Das Land hat mir sehr gefallen und hat mich beeinflusst. Die „Tunesische Stadt“ entstand und ich war froh und vermisste gleichzeitig die schönen wüstigen, heißen Tage.

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Scharlachfrau

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Marion Lucka: Ölgemälde „Scharlachfrau“ 50 x 60 cm (2004)

Im Frühjahr 2004 wurde ich mit Scharlach 5 Wochen sehr krank , hatte hohes Fieber und das Trommelfell wurde mir am linken Ohr aufgestochen. Gegen Ende der Krankheit begann ich wieder mit dem Malen und dabei enstand das Portrait „Scharlachfrau“, das meinen Zustand sehr gut beschrieb. Noch nie hatte ich mich körperlich so schwach gefühlt.

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Braut

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Marion Lucka: Acrylgemälde „Braut“ 50 x 70 cm (1996)

1996 hatte ich eine Phase in der ich mich mit Acrylfarben versuchte. Nach dem unten gezeigten Bild „Zweisamkeit“ malte die „Braut“, die sich aus Verzweiflung mit Brautkleid die Klippen hinunterstürzte. Ich verzichtete dabei auf harmonische Farbübergänge und  das Bild wirkte insgesamt härter als sonst, an den Handgelenken locker wirkende Handschellen, die schwarzen Haare wehten wild davon und Blut trat aus Wunden heraus. Danach war dieses Thema für mich erledigt erstmal und ich hatte ein ziemlich untypisches Bild ins Leben gerufen. Es wirkte hinterher sehr zerrissen auf mich, als ob es gar nicht von mir kam. Aber es hing vor mir auf der Leinwand, so musste ich es wohl gemacht haben. Es hat  mir jedenfalls gut getan und ich malte das, was ich eigentlich selber machen wollte.

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Weinende

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Marion Lucka: Ölgemälde „Weinende“ 60 x 60 cm (2010)

Im Moment schaut es nicht anders aus wie 2010 als dieses Bild enstand. Es ist traurig, es könnte aber auch trauriger sein und noch trauriger. Weinen ist gesund und beruhigt- genauso wie laut lachen, dazu hat man halt nur noch selten einen Grund. Alles sollte man sich verkneifen und einfach nur normal sein, alles verstecken, unter den Tisch kehren. Stolz wird mit Selbstbewusstsein verwechselt und umgekehrt. Warum wurde früher immer besonders zu Mädchen gesagt: „Dummheit und Stolz wächst auf einem Holz“? Wer will schon als stolz und dumm dastehen? Da ist man lieber schön stumm , zieht den Kopf ein, heult leise und verliert das Gefühl für sich selber. Man sollte lieber mal selbstbewusst heulen, schreien, dann wieder laut lachen, alles wie man es selber will, es muss nicht alles positiv sein. Die Traurigkeit gehört auch zum Leben.

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Zweisamkeit

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Marion Lucka: Ölgemälde „Zweisamkeit“ 70 x 90 cm (1996)

So kann es ausschauen, wenn eine Beziehung auseinander geht- jedenfalls auf einem Bild. Man kann so viel besser damit umgehen. Man malt es ohne viel darüber nachzudenken, gibt alle dazugehörenden Gefühle in die Farbe und auf den Pinsel. Wenn man fertig ist, dann tut es gar nicht mehr so weh, weil man noch das Beste daraus gewonnen hat. Bei Gelegenheit schaut man es wieder mal an und ist froh, dass das schon so lange her ist, man hat es überlebt, es bleiben kleine Narben aber es ging weiter und gar nicht  schlecht sogar. Nur anders. Man kann diese Tiefen durchstehen um daran zu wachsen.

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Winterkuss

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Marion Lucka: Ölgemälde „Winterkuss“ 60 x 60 cm (2007)

Der  „Winterkuss“ hat mich schon lange verlassen. Ich erinnere mich aber noch gerne daran. Eigentlich vermisse ich jedes Bild, auch wenn es noch so klein ist. Früher sagte ich immer: „Es ist so wie wenn ein Hund sein Halsband verliert“ Aber manchmal muss man einfach etwas hergeben. Und es ist auch eine Freude, wenn jemand Gefallen darin findet und etwas für sich darin erkennt, sich angesprochen oder sich an etwas erinnert fühlt.

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