Grauhaarige

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Marion Lucka: Ölgemälde „Grauhaarige“ 60 x 80 cm (2016)

Die „Grauhaarige“ ist soeben fertig geworden. Langsam aber sicher kommen die grauen Haare, die eine Verbindung zum Himmel darstellen. Es ist schon gerecht, dass alle Menschen altern. Es wäre aber auch gerecht, wenn alle nicht altern würden. Aber welches Alter würde man für den Stillstand auswählen? Will man ein Baby bleiben ohne bewussten Input? Die wilde Sturm- und Drangphase würde einen nur auslaugen, oder vielleicht ein weiser Greis, der den ganzen Tag nachgrübelt und doch nichts dazu gelernt hat? Keine Ahnung. Wird schon passen, wie es ist. Es kommen ja immer neue, frische Geister nach, die alles wieder durchmachen müssen um wieder alles zu vergessen und dann wieder anzufangen. Alles ist ein gr0ßer Kreislauf mit Ursache und Wirkung und es ist immer unsicher in welcher Phase man sich gerade befindet. Oder man ist in mehreren gleichzeitig. Alles ist möglich, wir wissen es nur noch nicht.

 

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Apfelmensch

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Apfelmensch“ 100 x 130 cm (1993)

Im Sommer 1993 entstand ein besonders farbiges Ölbild:“Apfelmensch“, der nicht weiblich, auch nicht männlich sondern pflanzlich erscheint.Wenn jemand meint, dass dieses Bild auch düster sei, dann sollte er mal eine andere Schublade anlegen, am besten mehrere. Dieser Mensch ist ziemlich heiter, durch seine andere Hautfarbe positv von seiner Umwelt abgegrenzt und fühlt sich sichtlich wohl mit seinem Apfelkorb. Auch die Dornenkette mit Apfelperle ist bunt und ungefährlich. Die roten Haare in Apfelform stehen ihm sehr gut. Die Stacheln entlang der Arme sind weich und stechen nicht. Nein, normalerweise ist nicht immer alles düster, nur meistens.

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Bedrohte

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Marion Lucka: Ölgemälde „Bedrohte“ 60 x 80 cm (2012)

Die „Bedrohte“ist eine Frau, die mit vielen Dingen aneckt. Sie ist den Leuten unheimlich, weil sie andere Vorstellungen hat und deswegen wird sie gemieden, mit Vorwürfen bespickt und mit schrägen Blicken behaftet. Sie braucht Schutz, den sie durch eine Ring erhält. Sie passt auch nicht in diese Welt, ist überhaupt nicht modern, was sie auch nicht sein will. Es gibt für sie keine Zeit, nur das Gefühl der Bedrohung. Die Zeit, wenn es sie überhaupt gibt, bedroht auch immer wieder, und Zeit heilt überhaupt keine Wunden! Alles wird immer wieder verschoben in eine glatte Fläche, die durch einen schwarzen Tropfen wieder in Bewegung gerät. Der Körper verschmilzt mit dem Hintergrund. Sie hat nicht gelernt sich abzugrenzen von dem Anderen, das immer wieder auf sie einströmt, bedroht durch Gedanken, die eigenen und die der Anderen, die sich wie spitze Pfeile in die nackte Haut bohren, der Hintergrund wird gefräßig.  Aber immer wieder kommt Hoffnung auf Harmonie in ihr hoch.

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Träume

Im Januar 1999 hatte ich einen Traum, der einige Tage später wahr wurde…und bis heute anhält. Weitere Seiten findet man in meiner Galerie „Traumbuch“ Die Texte, Zeichnungen und Aquarelle  stammen aus den Jahren 1996 bis 2016.

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Marion Lucka: Aus einem Traumbuch von 1999

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Die Grauhaarige entsteht

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Marion Lucka: Die „Grauhaarige“entsteht…(8. März 2016)

Mein neuestes Ölbild „Grauhaarige“ist gerade in Arbeit und wird während der 16. Selber Kunstnacht am 16. April 2016 ab 17 Uhr im Factory in – Modewerk  zum 1. Mal zu sehen sein. Mein Thema wird sein: „Düsters, weil die Welt nicht immer rosig ist“ Letztes Jahr habe ich soviele blumige Bilder gemalt, dass ich es mir schon etwas fremdartig vorkam. Ich kann das im  Moment nicht. Draußen und drinnen ist alles grau. Im Moment lasse ich die Farben schlafen. Die brauchen Ruhe.

 

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Trauer

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Marion Lucka: Ölgemälde „Trauer“ 110 x 120 cm (1998)

Leider gibt es im Leben nicht nur schöne Tage. Das Schlimme kommt oft wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Am belastensten ist aber, wenn sich solche Zustände über Jahre hinziehen. Positives Denken fällt dann doch etwas schwer, wenn auch manche das Talent haben alles Unangenehme einfach unter den Tisch zu schieben. Das erscheint mir oft sehr rätselhaft und verwirrend. Ich versuche gefühlsmäßig so ehrlich wie möglich zu bleiben. Die Frage ist auch, ob man immer so super gestimmt sein will? Das kann auch ein Art Flucht sein. Aus den tiefen Tälern entstehen auch oft kleine Wunder, wenn alles außen herum so gedankenlos oberflächlich erscheint. Das Bild „Trauer“ ist 18 Jahre alt und es war immer wieder so und wird wieder so sein.

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Rabenfrau

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Marion Lucka: Ölgemälde “ Rabenfrau“ 60 x 80 cm (2012)

Es war in einem heißen Sommer in den 70er Jahren. Meine zwei Freundinnen und ich häkelten leidenschaftlich gerne Bikinis auf einer Decke im Garten. Dazu malten wir uns Finger- und Zehennägel an. Eines Tages landete ein schwarzer Rabenvogel auf unserer Decke. Zuerst schreckten wir angstvoll zurück, aber dann merkten wir wie zutraulich er war. Er pickte auf unsere bunten Nägel, stolzierte auf der Decke auf und ab, bis er sich schließlich auf meiner Schulter niederließ. Von da ab hatten wir eine tiefe Freundschaft geschlossen. Er hielt sich meistens in unserem Garten auf und war auch schon mal mit im Zimmer. Irgendwann warteten wir vergeblich auf unseren schwarzen Freund. Er blieb verschwunden, bis im Dorf das Gerücht von einem tollwütigen Vogel aufkam und er deswegen erschlagen wurde. Wenn ich daran denke, tut es mir noch heute weh. Beim Spazierengehen schaue ich oft den schwarzen Vögeln nach und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich wieder mal einer zu mir setzt. Wahrscheinlich kommen deswegen auch öfters Rabenvögel in einigen meiner Bildern vor….ich mag diese Vögel sehr.

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Freundschaft

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Marion Lucka: Ölgemälde „Freundschaft“ 100 x 100 cm (1997)

Eigentlich wäre es schön, wenn sich die Leute besser vertragen würden. Leider ist und bleibt das Utopie, da der Mensch wohl ohne Machtkämpfe und Vorurteile nicht leben kann. Mir erscheint das oft unerträglich und man muss versuchen für sich selbst einen Weg zu finden. Meistens bleibt mir nur übrig auf 100 x 100 cm ein kleines bisschen Harmonie einzufangen für mich- und die bleibt, wenn das Bild nicht zerstört wird, eine kleine Ewigkeit auf diesem Quadrat bestehen. Dabei kann ja Harmonie für jeden etwas anderes bedeuten…Es gibt bestimmt Leute, die finden, dass die Gesichter auf diesem Gemälde hässlich sind, die Hände nicht passen, oder die Herzbäume… Aber das sind nur Äußerlichkeiten, auf die es nicht ankommt. Wichtiger ist das zufriedene gegenseitige Verstehen, weil niemand perfekt ist. Wenn man das denkt, lügt man sich in die eigene Tasche.

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Stillleben mit gelber und roter Zitrone

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Marion Lucka: Das „Stillleben mit gelber und roter Zitrone“ entstand im Juni 2013

Das „Stillleben mit gelber und roter Zitrone“ malte ich im Sommer 2013. Während dieser Zeit war mir nach kräftigen Farben zumute. Machmal gibt es das…. Es kommt auch darauf an, welche Farben ich gerade zur Verfügung habe. Es wird das genommen, was gerade da ist. Da gibt es keine Wunschvorstellungen aus verschiedensten Gründen. Darum passen die Bilder, die nacheinander gemalt werden auch meistens gut zusammen. Aus diesem Grund hat es auch manchmal weniger mit Stimmungen zutun als angenommen wird. Aber irgentwie läuft es nach Plan ab. Man muss auch nicht zwangsläufig gut drauf sein, wenn das Bild recht bunt ist und umgekehrt. Das ist alles nur Illusion… Fertiggestellt kann man es in der Bildergalerie – Stillleben sehen.

 

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Stillleben mit Äpfeln

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Marion Lucka: Tusche/Aquarell “ Stillleben mit Äpfeln“ 40 x 50 cm (1989)

Als ich noch als Lithografin arbeitete hatte ich nur abends Zeit zum zeichnen. 1989 entstand dann diese Tuschezeichnung, die ich mit Aquarellfarben auscolorierte. Auf der Zeichnung ist ausnahmsweise ein Mann zu sehen, der Besuch von einem Nachtfalter bekommt und in rot- und blaufarbenen Äpfeln vor sich hinüberlegt. Ein blauer Apfel steht für einen Bart. Dabei erinnert das aufgeschnittene Apfelgefäß auch etwas an eine abgeschnittene Brust. Warum ich das so malte weiß ich jetzt leider nicht mehr genau. Jedes Bild hat auch ein Geheimnis und so soll es bleiben. Man kann sich selber etwas ausdenken dazu.(Im Grunde sieht und denkt ja jeder etwas anderes und das macht ja alles interessant). Außerdem  ist das Bild auch schon 27 Jahre alt…..eine andere Zeit mit anderen Gedanken, aber doch sind es immer dieselben.

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