Eine Mutter schaut liebevoll auf ihr Kind im Herbstgarten. Die schönste Zeit im Leben hat begonnen. Die Farben sind dunkel-warm. Das Kind schwebt vor ihr. Am linken Arm trägt es einen Flügel. Um den Kopf schwimmen schützend zwei Fische.
Eine Mutter schaut liebevoll auf ihr Kind im Herbstgarten. Die schönste Zeit im Leben hat begonnen. Die Farben sind dunkel-warm. Das Kind schwebt vor ihr. Am linken Arm trägt es einen Flügel. Um den Kopf schwimmen schützend zwei Fische.
Beim großen roten Katzenkopf spielt eine kleine Mieze auf der Nase der Katzenmutter Flöte. Ihre Ohren hören noch besser, weil zwei kleine Männchen dort sitzen, ihr Kinn liegt auf den Augen, wie auf einem kleinen grauen See. Aufmerksam hören sie dem Klang der Flöte zu. Sie hat auch drei Münder und sehr viel Hunger. Im Hals stecken zwei schwarze Augäpfel, die alles beobachten.
Eine weiße Träne fließt aus ihren Augen. Alles erscheint friedlich. Aber es ist nicht so. Die Träne hat die Form eines kleinen Totenkopfes. Ihre Vorstellung von Harmonie ist gestört. Der Himmel hinter ihr ist bedrohlich dunkel und kommt immer näher. Sie sucht eine Verbindung nach Oben. Ihr Kopf ist bereit, die Kopfhaut nackt und empfindsam. Die Haare an den beiden Kopfseiten gleichen moosgrünen Flügeln. Sie würde am liebsten davonfliegen. Im Moment ist vieles traurig unter den Menschen, besonders die Gefühlskälte. Die kleinen Tränentotenköpfe rollern weiter den Berg hinab. Sie wartet durchblickend was kommt.
Die Blumentraurige schaut traurig-versunken auf eine weiße Vase mit Blumen, die sie an den letzten Sommer erinnern. Es war auch immer wieder Schmerzliches dabei. Alles wird wieder übertönt mit Neuem. Doch manchmal ist das Gefäß wieder voll und das Blut der Gedanken tropft heraus, auch aus dem Körper. Es sammelt sich unter der Tischdecke und wird zum kleinen Meer, das durch die schwarzen Löcher in den Wänden wieder verschwindet.
Hier ist es richtig heiß. Selbst die Schnecke hat ihren Körper über einen heißen Fisch verlassen. Ihr Geist schwebt als Frauenkopf über ihr. Die Augäpfel sind gelb gefärbt. Viele knallrot-heiße Fische schwimmen um ihren Kopf. Ungläubig schaut sie um sich. Ein Fisch schwimmt gegen die heiße Luft an. Wann kommt endlich eine Abkühlung?
Eine Frau steht ruhig schlafend hinter einem Tisch und stellt sich alle schönen Dinge vor, die auf der lebendigen Decke stehen könnten. Ein kleiner Fisch schwimmt durch ihren Kopf. Das ist sehr angenehm. Es schweben auch einige Blätter dort. Der Stoff zeigt ein männliches Gesicht, dessen helles, schmales Auge den Boden eines Blumentopfes bildet. Aus diesem leeren warmen Topf wächst eine rote lebende Steinpflanze mit hellblauen Blüten. Der Untersetzter ist gelb. Man kann die dunklen Wurzeln sehen. Zwei Ersatzaugen in Pflanzenform hängen dran. Er spricht in Rot. Eine Schnecke ohne Kopf ist rechts unten zu sehen. Sie sieht wie eine ockerfarbene hohle Vase aus. Ein toter Apfel wird vom Gewebe umschlungen. Man sieht Pflaumenäpfel und einen Apfel, der sich hinter dem schwarzen Haar der Frau versteckt. Eine gelbe Zitrone schwebt über einer roten. Diese Zitrone sieht die Frau auch mit der Haut über den Augäpfeln. Sie kann sie sogar riechen, weil sie acht Löcher hat.
Die blauhaarige Frau steht am Rand eines Feldes und hat ihre selbstgepflückten Blumen fest an ihren Bauch gedrückt. Die Blütenkelche tragen teilweise kleine Kreuzchen als Zeichnung. Ihre Hände sind energiegeladen. Sie freut sich sich sehr, zudem sie sich gerne in der Blau-Violett-Gelbstimmung dieser Umgebung aufhält. Einige Blumen auf dem Feld erreichen sogar drei Planeten. Eine davon hat einen blauen Ring. Es war ein schöner Sommer, auch wenn er schon über ein Jahr alt ist.
Ei
nladung zur Ausstellung „Nachsommer-Vorherbst“ im Künstlerhaus Schirnding. Gezeigt werden Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und einige Steinarbeiten, die im weitesten Sinn mit Themen, Farben und Gefühlen bezüglich der zwei Jahreszeiten zu tun haben.
Es sind schon viele Sommer vergangen in ihrem Leben. Jetzt steht wieder ein Herbst vor der Tür. Die rothaarige Frau kommt aus einer anderen Zeit, aus einer früheren. Lässig lässt sie ihren Mantel über die Schultern gleiten. Sie ist barbusig, steht vor einem löchrigen, moosigen Vorhang, und was die Leute von ihr denken, ist ihr egal. Sie genießt mit halb geschlossenen Augen ihr Leben. Ihre Kraft kommt aus dem Bauch, da ist sie sich sicher. Diese kommt wellenförmig vom Nabel her.
Die Herbstgeisterfrau trägt einen Hut mit dem Geisterfisch, den sie im Sommer im Heilteich gefangen hat. Nun ist er durchscheinend und trocken. Mit ihren großen blauen Augen schaut sie ängstlich nach links. Was sie dort erblickt, ist ihr Geheimnis. Aus ihren Haaren blicken neugierige Augen. Im Hintergrund schwimmen ockerfarbene Fische nach oben. Eine Rose, die über einem Kelch mit Buchstaben schwebt und ebenso eingefärbt ist, schmückt ihr Kleid. Sie ist misstrauisch, aber so mutig, wie sie kann.