Traurige Taube

Eine Taube saß wochenlang im Walnussbaum und brütete ein Ei aus. Viellecht waren es auch zwei Eier? In der Wiese unter dem Nest aus dunklen Ästen lag nur eine Hälfte einer gebrochen Eischale. Wochen vorher hatte der Taubenmann sich solche Mühe mit dem allmorgentlichen Gegurre gegeben und hat tatsächlich eine Taubin für den Nestbau im Walnussbaum gefunden. Man hörte garnichts mehr. Es war verwunderlich, dass das gebrechliche, dunkle Nest, umgeben von grünem Laubwerk, die abwechselden Brüteinlagen aushielt. Die Vögel waren still. Man konnte der Taube, es war die kleinere, oft direkt in die Augen schauen und die unumstössliche Geduld der beiden Vögel spüren. Es war so bewundernswert. Jeden Tag freute ich mich das zu beobachten. Schließlich konnte man das Kleine sehen, während es gefüttert wurde. Ganz gierig nahm es die Nahrung auf. Doch ein paar Tage später saß die Taubin außerhalb vom Nest und schaute mich ein letztes mal an. Da spürte ich, das ihr Junges nicht mehr da war, wahrscheinlich wurde es von einer Elster gefressen. Das tat mir so leid… Tagelang ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Selbst Tiere machen Dinge umsonst und sind sicherlich auch traurig darüber. Aber allein die Hoffung, dass alles gut wird , ergab schon den Sinn.
Ölgemälde “ Traurige Taube“ 60 x 80 cm (24. September 2025)

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Fremde Freundin

Sie ist fremd. Andere sind ihr fremd. Alles ist fremd. Die Jahre sind kein bisschen seelisch  gemütlicher oder harmonischer geworden. Das  Netz hat große verklebte Knoten und Löcher bekommen, durch die der Wind ein gruseliges Lied pfeift. Früher war alles besser. Ja, das stimmt sogar. Die Freundin steht für viele Freunde, die es so wie früher nicht mehr gibt. Was hat sie besetzt? Darüber könnte man nachdenken. Man könnte, aber man muss das nicht. Ölgemälde “ Fremde Freundin“ 50 x 60 cm (16. September 2025)

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Blaukönigin

Das neue September-Ölgemälde ist bald fertig. Es ist ein Grübelbild in Blau. Grübeln ist ein richtiges Kopf-Hobby geworden. Aber das Kopfkino ist nicht immer lustig. Um mich abzulenken höre ich mir Geschichten über andere Planeten an und fliege geistig dorthin um hier alles loszulassen. Dies fließt in die blaue Königen ein, das Grübeln, die tägliche Angst und die Gedanken an die fremden Planeten und wie das Leben dort sein könnte? Die Blaukönigin kommt von einem Wasserplaneten, den ich gerne besuchen würde. Ölgemälde „Blaukönigin“50 x 70 cm (10. September 2025)

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Sommerviolett

Im Moment merke ich einen Einbruch von kalten Violett im Sommer. Die Gefühle sind eingefroren, das Wasser ist kalt, der Himmel Grau die Leute weit weg und der Abend leer. Aber es gibt noch viele schöne hohe Bäume, die auch ab und zu ein Vogelnest tragen.Das gefällt mir. Und solange es noch leinwand und Farben gibt, kann man es noch aushalten auf dieser Welt. Ansonsten gibt es sicherlich eine Andere…
Ölgemälde “ Sommerviolett“ 50 x 60 cm (1. September 2025)

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Dorfmarkt

Heute war wieder Dorfmarkt in Schirnding. Ich denke, dass das nicht der richtige Ort für mich ist. Diesmal wirklich zu letzten Mal. Aber es lenkt doch immer etwas ab und man sieht und hört auch interessante Sachen, die zum Lachen und zum Weinen sind, auch krasse Kommentare. Zum Weinen war auch, dass ich überhaupt nichts verkauft habe, obwohl heute netter Weise die Veröffentlichung meines Kunstkalenders 2026 in der Frankenpost erschien. Naja, eine Lachssemmel schmeckt auch besser als eine altmodische Kunstkarte, weil ja fast niemand mehr so etwas voll schreibt. Tippen kann man auf so einem Ding halt auch nicht. Anscheinend sind die angebotenen Teile etwas zu altbacken für die heutige Zeit. Viele Kinder sind aber immer noch sehr interessiert und werden oft von ihren Eltern vom Stand weggzogen. Schön war, dass mich meine Tochter Nova, die 6 Wochen weg war, mich mit ihrem Freund besucht hat und ein fremder grauer Kater schlief den ganzen Tag  in meinem orange farbenen Auto, bis ich wieder alles abgebaut habe. Das hat mir sehr gefallen. Eine Buntstiftzeichnung ist auch entstanden.

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Sommerplaneten

Vorletzter Sonntag im August: Die „Sommerplaneten“ entstehen. Jetzt ist das gelbe Wesen, das von Planeten umringt wird fertig. Es hat hohle Augen und offene Kniescheiben. Es fühlt sich mechanisch angepasst. Ich habe keine Ahnung wer es ist. Aber es ist da und erwacht auf der Leinwand. Es ist ihm auch egal, ob es gefällt oder nicht. Wer weiß, was im gefällt? Das interessiert auch niemanden.

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Grüne Pharaonen

Dieses Paar lebt in Harmonie. Es ist bewundernswert, denn für mich erscheint das unerreichbar. Trotzdem sollte man immer weiter auf Heilung hoffen und einfach weiter malen und weiter gehen in der Zeit, die endlos schön und schrecklich sein kann. Ölgemälde “ Grüne Pharaonen“ 50 x 70 cm (20. August 2025)

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Neue Pharaonin

Ein neues, altes Wesen besucht mich im Moment in der schwülen kleinen Dachkammer. Es ist schön, wenn aus der Leinwand immer wieder ein anderes Gesicht auftaucht und das Malen von einer Fläche aus beobachtet. Es ist neutral, ohne Vorurteile, edel und lügt nicht. Es zeigt sich als eine pharaonische  Erscheinung, noch nicht fertig in Farbe und Ausdruck. Weiß nicht, was aus ihm noch wird? Wie will es sein? Woher kommt es? Ich habe keine  Ahnung. Aber am liebsten würde ich dort hineinschauen, in diese andere Welt und die dunkleren Seiten dieser Welt für einige Sekunden vergessen.

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Kunstkirchweih 2025

In Tröstau haben mir dann doch 2 nette Menschen eine Plane über meinen Ausstellungsstand gezogen. Ansonsten wäre ich bald wieder verschwunden, wegen der Feuchtigkeit, die immer wieder vom Himmel kam. Außerdem war ich nicht so gesund. Zuletzt wars doch noch schön.

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Planetenfrau

Es geht wieder weiter. Ohne meine Bilder wärs einfach nicht so gut. So kann man sich auf ruhige Pinselhaltung, Farbmischungen und Formen konzentrieren und ein einigermaßen harmonisches Viereck herstellen. Danach kommt wieder die Frage, wie es jetzt wieder weiter geht ? Die „Planetenfrau“, 60 x 80 cm (1. August 2025) würde am liebsten durch ein Wurmloch verschwinden und all die gruseligen Gedanken der letzten fünf Jahre da lassen. Eine lange Zeit und doch so kurz. Im Wurmloch gibt es keine Zeit. Alles  ist wohlig weich und warm. Ihre Augen sind fest verschlossen, ohne Lust diese wieder aufzumachen. Jedenfalls hier nicht. Sie denktan die schöne Reise. Die gelben Planeten tropfen ihre weißen Tränen ganz in der Nähe, sie kann sie hören, wie sie auf ihrer Kleidung landen. Es gibt Hoffnungen. Sie hat noch etwas Sonne im Herzen. Ihr stiller Freund auf dem Arm begleitet sie immer. 

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