Grüner Vogel in der Hand

Sie kommt aus der Erde, denkt immer dran, wie es wohl dort unten ist, unter der Erde, für immer, ohne das Leben, das sie gerade noch umgibt. Sie merkt es einfach nicht mehr, das Leben. Vielleicht beginnt dort ein neues, anderes, in dem nichts so ist wie es jetzt ist. Es riecht gut nach grünen Dingen, die sie anfassen kann. Selbst der grüne Vogel mag sie. Ist ja kein Wunder, weil es den ja eigentlich gar nicht gibt. Er sitzt nur bei ihr auf der Hand. Friedlich und leise. Kein Lärm, der stört. Sie sagt auch nichts, hat eine Kugel im Mund, will sie nicht verschlucken, nicht noch mehr ersticken an sich selbst. Die Sonne bescheint ihre grünen Haare. Ja, im Moment ist es schön, so halb im Licht und halb unter der Erde, aus der auch Fische herausschwimmen ins Oberlicht.

Marion Lucka: Ölgemälde “ Vogel in der Hand“ 60 x 80 cm (2017)

Es gibt immer weniger Vögel, aber sie werden grün auf meinem Ölbild und nie vergessen.

Marion Lucka (16. Juli 2017)

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Frau mit Vogelhut auf der Wiese

 

Marion Lucka: Ölgemälde “ Frau mit Vogelhut auf der Wiese“ 70 x 100 cm (6. Juni 2017)

Sie stand vor langer Zeit auf einer Wiese, zweifelnd, ob sie hier hingehört,  auf die alte, herbstliche Wiese. Wenn man alt ist, ohne Falten erscheint alles so fremd. Nur die Vögel sind die selben geblieben, so fröhlich und anhänglich. Sie bauen Nester in ihrem Hut, wollen neues Leben. Die Haare hat sie verloren, im Gras, irgentwo. Es ist ihr egal. Sie schaut abwesend und will in die Zukunft zurück. Ihr Kopf zieht die leeren Gedanken zusammen. Blaue Lippen brauchen frisches Blut. Bald schwimmt sie zurück in der Zeit.

 

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Im Juli

Marion Lucka (2. Juli 2017)

Ein neues Bild entsteht. Eine Frau schaut erstaunt von der Leinwand in den Raum.Wer es ist, weiß ich noch nicht.

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Boote und Ruhe am Blütenbaum

Marion Lucka: Ölgemälde “ Boote und Ruhe am Blütenbaum“ 70 x 100 cm (25. Juni 2017)

Marion Lucka (23. Juni 2017)

Alles ist still. Eine Frau schläft an den Wurzeln eines gelben Blütenbaumes. Die Erde ist weich. Eine grüne Kirche wächst in ihren Haaren, die sich schon mit der Landschaft verbunden haben. Für immer am Stamm eines Baumes, der zum Haus wird für die Seele zu schlafen, ist ein Traum ohne Alptraum, aber unendlich lange. Nichts belastet, sie spürt keine bösen Blicke und hat Sehnsucht nach dem einfachen Nichts. Keine verschlungenen Wege, die irgendwann zum Ziel führen. Nur ruhiges Wasser mit leeren Booten, die sie nach dem Aufwachen wegbringen könnten. Aber sie  wacht nicht mehr auf, ist schon drüben. Ruhe , Stille, Wasser, schlafen, verlassen und trotzdem bleiben, schlafen an den feucht-sandigen Wurzeln des Baumes und wiederkommen als gelbe Blüte.

 

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Trösterkatze

Marion Lucka: Die „Trösterkatze“ ensteht…(10. Juni 2017)

Marion Lucka: Ölgemälde “ Trösterkatze“ 70 x 100 cm (Juni 2017)

15. Juni 2017

Machmal ist alles traurig, Es gibt viele Gründe oder auch keinen. Aber dann kommt eine große grüne Katze und spendet Trost. Sie erscheint einfach auf der Leinwand und versteht alles ohne Worte und wird zur guten Freundin.

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Stillleben mit grün-böser Vase

Ein Stillleben zwischendurch. Die Vase ist grün-böse geworden. Warum? Das weiß ich auch nicht. Vielleicht gefällt es ihr in dem Bild nicht? Oder überhaupt, dass sie gemalt wurde in dieser Hitze. Manchmal denkt sie noch an das Rot, das unter ihr liegt. Es wurde mit grün bedeckt. Einfach zum beruhigen.

Marion Lucka: Ölgemälde „Stillleben mit grün-böser Vase“ 40 x 40 cm (Juni 2017)

 

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Sommerblüte

Mein neues Ölgemälde “ Sommerblüte“ ist fast fertig. Es fehlen nur noch Kleinigkeiten.

Ihr Hut ist eine riesige Blüte in der Blüten schwimmen. Sie sieht nur grün im Moment. Es ist ein glückliches Grün. Ihre Gedanken haben ihre Auge grün eingefärbt. Auf der Wiese wachsen lebende Lotosblüten. Sie ist in grün tief mit ihrer Umgebung verbunden.

Marion Lucka (1. Juni 2017)

Marion Lucka: Ölgemälde „Sommerblüte“ 80 x 80 cm (2. Juni 2017)

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Ausstellung in der Fichtelgebirgshalle

Öffnungszeiten: Bis zum 11. Juni 2017 täglich von 14 bis 16 Uhr. Donnerstags zusätzlich bis 18 Uhr. Meine Aufsichten: 3./5./9./11. Juni. Heute am 11. Juni schließt die Ausstellung um 16 Uhr.

 

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Frühlingsfrau

 

Marion Lucka: Ölgemälde “ Frühlingsfrau“ 100 x 100 cm ( März 2014)

Heute machen wir Fotos für einen Kalender, der für 2018 geplant ist. Hier kann man die „Frühlingsfrau“ sehen.

Sie wartet auf das Grün, mit der Landschaft verbunden und ist selbst Landschaft. Nur ein Gefühl in der lauen Luft, ein Frühlingsgeist, der bald erwacht in zarten Farben. Ein Auge geschlossen. Das Andere schaut durch eine frische Blüte auf die Außenwelt, die unbeschreiblich gut duftet.

 

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Melancholie

Das Acrylgemälde „Melancholie“ fiel mir am Wochenende in die Hände. Es ist mittlerweile 21 Jahre alt. Es stammt aus einer anderen Zeit. Doch das Gefühl im Mai ist das selbe wie damals.

Marion Lucka: Mit dem Acrylgemälde „Melancholie“ vom 21. Mai 1996

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